Praxisbeispiel

Ein Mann mittleren Alters kam in meine Praxis, weil er seit 15 Jahren unter schwerem Asthma leidet. Die Ursache seiner Atemnot lag im Verhältnis zu seiner Mutter: diese hatte ihn von Geburt an abgelehnt. Er fühlte sich ungeliebt und nicht gesehen. Durch seine schwere Atemnot wollte er im Kindesalter unbewusst die Aufmerksamkeit seiner Mutter generieren, mit der Bitte: „Sehe und liebe mich!“. Tief in ihm war der Glaubenssatz verankert: „Ich bin nicht liebenswert!“. Und da er (unbewusst) fest davon überzeugt war, zog er auch unbewusst immer wieder Menschen in sein Leben, die ihm diesen Satz bestätigten, indem sie ihn „nicht sahen“, „nicht liebten“, ihn schlecht behandelten und demütigten – so, wie er es jahrelang von und mit seiner Mutter erlebt hatte. Bewusst leidete er sehr an dieser Tatsache. Jedoch steuert das Unbewusste 80% unseres Verhaltens! Wenn der Glaubenssatz -wie bei meinem Klienten- gespeichert ist: „Ich bin nicht liebenswert, ich bin nicht richtig, wie ich bin!“, erschafft das Unterbewusstsein immer wieder und wieder dieses Gefühl der Ablehnung! Somit zog mein Klient auch immer wieder Frauen in sein Leben, die ihm das Gefühl vermittelten, nicht richtig zu sein indem was er war und tat....und wurde ständig verlassen. Diese negativen Glaubenssätze konnten wir bei meinem Klienten aufspüren, entkoppeln und durch neue, positive Glaubenssätze wie: „Ich bin liebenswert!“, „Ich bin richtig, wie ich bin!“, ersetzen. Da die alten, gelösten Glaubenssätze nun nicht mehr bedient werden müssen, darf sich mein Klient gut und richtig fühlen und muss keine Menschen mehr in sein Leben ziehen, die ihn demütigen. Mein Klient führt heute gute Beziehungen und ist vom Asthma befreit!       Bei meiner 30jährigen Klientin ist der Vater nach ihrer Geburt verschwunden, sie hat ihn nie kennengelernt! Ihre Mutter hat noch zweimal geheiratet, die Ehen gingen beide in die Brüche. Durch diese Erfahrungen als Kind hatte sie die Speicherungen, dass sie „nicht richtig und ausreichend ist, wie sie ist“ (sonst wäre ihr Vater nicht gegangen) und, dass sie als Tochter ihrer Mutter genauso Beziehungen beenden muss wie diese, denn: „Auf Männer ist kein Verlass!“. Durch die Arbeit mit dem Genogramm wurde zudem noch ersichtlich, dass auch ihre Oma mütterlicherseits und die Urgroßmutter, ihre Männer verlassen hatten. Das heißt: meine Klientin ist unbewusst der Information der Frauen ihrer Sippe gefolgt und konnte somit auch keine lang anhaltenden Beziehungen führen. Hinzu kam, dass sie so wenig Selbstbewusstsein hatte, dass sie sich bei Männern nur wohlfühlen konnte, wenn sie sie schlecht behandelten (wie der Vater, der gegangen war). Schlussendlich fand sie dadurch aber auch wieder einen Grund diese Männer schnell wieder zu verlassen, um damit der Sippen-Linie ihre Mutter und Großmutter zu entsprechen. Heute hat sie einen sehr lieben Mann und kann endlich die Liebe zulassen.      

Ein Ehepaar kam zu mir, mit der dringenden Bitte ihren Kindern zu helfen (die selbst nicht anwesend sein mussten). Sie waren damals 4 und 6 Jahre alt und ernährten sich schon seit langem ausschließlich von Weißbrot und Fleisch. Die verzweifelten Eltern hatten bis dato alle medizinischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Während der ersten Sitzung wurde schnell offensichtlich, dass der Vater der beiden Kinder eine große Todes-Sehnsucht in sich trug. Der Grund dafür war, dass sowohl sein Vater als auch sein Großvater -an denen er sehr hing- binnen eines Jahres verstorben waren. Seitdem war sein Lebenswille gebrochen. Dieses Gefühl gab er unbewusst auch seinen beiden Kindern mit - diese ernährten sich seitdem nur mit dem Allernötigsten um gerade so am Leben zu bleiben. Jegliche Lebensenergie war auch in den Kindern erloschen... Der Vater selbst litt an chronischem Durchfall („das Leben viel durch ihn hindurch“). Nach der Sitzung, in der das alte Muster durchbrochen wurde und neue Glaubenssätze verankert werden konnten, probierten die Kinder das erste Mal ohne Wutausbrüche Tomaten und Obst. Heute hat der Vater seinen Lebenswillen wiedergefunden – und die Kinder essen wieder ganz normal.       Auch bei Müttern mit ihren Babys, die während oder kurz nach der Geburt ein traumatisches Erlebnis hatten, habe ich schon sehr gute Erfahrungen gemacht: Eine Klientin, die verzweifelt war, weil ihr Baby einfach nicht schlafen wollte/konnte, suchte mich auf. Kurz nach der Geburt musste der Mutter aus medizinischen Gründen das Kind für einen etwas längeren Zeitraum genommen werden. Bei dem Baby hatte sich der Glaubenssatz: „Wenn ich schlafe, geht die Mama!“ manifestiert. Diesen Glaubenssatz konnten wir über die Mutter lösen...ihr Baby schläft seitdem seelig!